Wilson Tucker

*23.11.1914
06.10.2006

Wilson Tucker

Arthur Wilson "Bob" Tucker war ein US-amerikanischer Autor der Genres Mystery, Action Adventure und Science Fiction. Er schrieb unter den Namen "Wilson Tucker" und "Bob Tucker" und ist unter diesen Namen seiner Fangemeinde bekannt.
Arthur Wilson Tucker wurde 1926 zusammen mit seinem Bruder in ein Waisenhaus gesteckt, weil seine Mutter gestorben war und der Vater, ein Bühnenmanager bei verschiedenen Zirkusunternehmen, sich nicht in der Lage sah, seine Söhne aufzuziehen. Nach vier Jahren flüchtete Tucker. Seit 1931 arbeitete er als Beleuchter und Filmvorführer in Bloomington, mit zwei Unterbrechungen, bei denen er als Elektriker für die Illinois State University und für 20th Century Fox tätig war. 1972 ging er in den Ruhestand.
Tucker kam 1932 mit der Science Fiction in Berührung. In dieser Dekade begann er, das Science-Fiction-Magazin The Planetoid zu verlegen. Von 1938 bis 1975 publizierte er das Magazin Le Zombie, welches mehr als sechzig Ausgaben umfasste. Zeit seines Lebens war er fest im SF-Fandom verwurzelt; sein erster Roman The Chinese Doll war dann auch ein Krimi, der sich in der Welt der SF-Fans ereignet.
1941 publizierte Tucker seine erste Kurzgeschichte Interstellar Way Station. Zwischen 1941 und 1979 schrieb er 25 SF-Kurzgeschichten. Ebenso begann er mit dem Schreiben von Romanen, darunter elf Mystery-Romane und ein Dutzend SF-Romane.
Tucker trat vor allem in den 1950er Jahren mit bedeutenden SF-Romanen hervor, von denen The Long Loud Silence und The Year of the Quiet Sun am bekanntesten wurden. Mit The Lincoln Hunters schuf Tucker einen SF-Roman, der zu den Klassikern der Zeitreise-Literatur gezählt wird.
Tucker prägte einige Begriffe, die bis heute benutzt werden. Hierzu zählt Space Opera (dt. Weltraumoper). Ebenso bekannt ist seine Art der Tuckerization, wo er Namen von Fans und Freunden in seinen Werken nutzt.

 
Bücher von Wilson Tucker
2013 Der Fremde im Abteil 1964
Dirk Hermann 2011